Wie blöd bin ich eigentlich? – I’m stupid, I’m stupid, I’m really … dumb!

Neben meinen Vorbereitungen auf die 1 ½ stündige Deutschklasse, zweimal die Woche, übe ich weiter mein Arabisch. Einiges kommt so langsam aus der Versenkung, manchmal auch mitten in der Nacht – „Sana helwa ya gamil“ singe ich im dunklen Schlafzimmer. „Schatz, mir ist ,Happy Birthday‘ auf Arabisch eingefallen.“ Schatz knurrt nur dreht mir den Rücken zu. Es ist 2.30 Uhr.

Auch von 1-10 kann ich zählen, aber irgendwie vergesse ich immer wie es weitergeht. Deshalb lasse es mir von Salah ganz langsam vorsprechen („Nochmal langsam, bitte = VIV = very important vocabulay). Zuhause hab ich es natürlich wieder vergessen und leise fluchend denke ich: „Nächstes Mal nehme ich es mit dem Handy auf —“

KRACH! BUMM! PENG!

Da sitze ich nun seit zwei Wochen und zerbreche mir den Kopf wie ich mit Bildern und Fotos meinen Schülern Arbeitshilfen an die Hand geben kann, damit sie sich auch ohne Schrift an den Unterricht erinnern und Inhalte wiederholen können. Und dabei hat fast jeder von ihnen genau das richtige Werkzeug buchstäblich in der Hand. Laute statt Buchstaben! Ich kann ihnen ja auf ihre Mobiltelefone sprechen, damit sie die Aussprache von so schrecklichen Wörtern wie „fünf“ und „zwölf“ und „Euro“ so oft hören können wie sie wollen!

UND DAS IST MIR NICHT VORHER EINGEFALLEN!

Ganz nebenbei wundert mich das schon länger. Überall in Deutschland gibt es ehrenamtliche Deutschlehrer. . Deutsch als Zweitsprache, Deutsch für Anfänger, sogar Deutsch für Flüchtlinge – dazu gibt es Unterlagen. Alphabetisierungsmaterial gibt es auch. Aber bis jetzt habe ich noch kein Lehrwerk gesehen, dass diese Aspekte kombiniert. Ich komme mir jedes Mal vor, als müsse ich das Rad neu erfinden, suche mir aus verschiedenen Quellen Materialien zusammen. Ich bin doch sicher nicht die einzige, die Schüler hat, die nicht schreiben oder eben nicht mit lateinischen Buchstaben schreiben können …

008 mobile

Besides preparing for the one and a half hour classes of German twice every week, I am busy practicising my Arabic. Occasionally fragments are surfacing, sometimes in the middle of the night. “Sana hilwa ya gameel” I sing lying in bed. “Honey, I’ve remembered how to sing ‘Happy Birthday‘ in Arabic!” Honey just harrumphs and turns over. It’s 2.30am.

I also can count from 1 to 10, but I keep forgetting how to continue. So I ask Salah to recite the sequence for me very slowly (“Nochmal langsam, bitte = VIV = very important vocabulary). Back home, I’ve forgotten of course, and swearing under my breath I think to myself: “Next time I’ll record him on my mobile —“

SNAP! CRACKLE! POP!

Here I am – wrecking my brain for the last two weeks on how to help my students to remember with pictures and photos instead of writing so that they can repeat and practice between classes. And meanwhile almost all of them have the right tool literally in their hands to help with exactly that. Sound instead of letters! They can record my voice on their mobile phones and thus listen as often as they want to the pronunciation of horrible words such as “fünf” and “zwölf” and “Euro”.

AND I NEVER THOUGHT OF IT BEFORE!

I’ve been wondering anyway about all these volunteers teaching German to refugees. There is material for German as second language, for German for beginners, German for refugees. There is also material for literacy classes. Yet I haven’t been able to locate teaching resources specifically for illiterate foreigners which combine these aspects. Every time I’m preparing a class I feel like I need to reinvent the wheel, sourcing material from all over the place. I can’t be the only one who has students who cannot write with Latin letters or even can’t write at all …

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