If you don’t like the news, make your own. – Wenn euch die Nachrichten nicht gefallen, macht eure eigenen.

Bis jetzt hab ich es so gehalten, dass ich ziemlich offen mit meinem Engagement bei den Vertriebenen in unserer Stadt umgegangen bin, vielleicht sogar ein bisschen übertrieben oder vorlaut, in dem Sinn, dass ich das Thema öfter ohne Not angeschnitten habe.

Ich hege keine Missionierungsabsichten, obwohl ich mich natürlich freuen würde, wenn der ein oder andere vielleicht auch durch mich Kontakt zu Flüchtlingen findet. Aber der Grund ist eher ein gewisser Selbstschutz: ich gebe dadurch die Richtung vor und verhindere Gespräche, die so negativ verlaufen, dass ich dem anderen danach nicht mehr in die Augen blicken könnte. Es ist also eine Art der Konfliktvermeidungsstrategie. Wer weiß, dass ich mich bei den Flüchtlingen engagiere, hält sich mir gegenüber mit fremdenfeindlichen Kommentaren von vornherein zurück.

Bis jetzt bin ich mit dieser Strategie ganz gut gefahren. Ich habe keine hässlichen Reaktionen erlebt, ein paar Fragen, den ein oder anderen zweischneidigen Kommentar, aber nichts wirklich Hässliches. Im Gegenteil, die allermeisten Menschen haben mich mit ihren positiven Reaktionen überrascht. Vor kurzem traf ich eine Freundin aus Kindertagen beim Einkaufen, die sofort mit den Worten: „Du, was du so schreibst und machst bei den Flüchtlingen, also …“ auf mich zugelaufen kam. Ich hätte mich am liebsten hinter den Dosenbohnen versteckt, als sie fortfuhr: „… also ich find‘ das so klasse! Ich würde ja auch gern mehr machen, aber Sprachunterricht, das kann ich nicht.“

Es ist wichtig, dass wir von unseren positiven Erfahrungen mit den Flüchtlingen reden, um der negativen Berichterstattung den Wind aus dem Segel zu nehmen. Das heißt nicht, schlechte Erfahrungen unter den Tisch kehren, auch darüber muss man reden. Aber wir sollen uns nicht wie die Medien verhalten, die nur über das Negative berichten, weil das Positive langweilig wirken könnte.

54 bad news
Up to now I’ve dealt openly with my work with the displaced people in our town, maybe I have even a bit over the top and been a bit too forward in the sense that I raise the issue with little or no provocation.

I have no intention to persuade others to join up although I would of course be happy if somebody would make contact with refugees because of something I said. But the reason is more a kind of self-preservation: in a way, I take charge and prevent conversations which would turn so bad that I’d have to end a friendship. It is therefore a kind of conflict avoidance strategy. If people know I’m working with refugees they refrain from xenophobic comments when I’m around.

So far, this has worked well. I haven’t had any ugly reactions, a couple of queries, or two-edged comments, but nothing really ugly. On the contrary, most people have surprised me with their positive reactions. A while ago I met a childhood friend while out shopping who rushed me with the words: “What you do with refugees, I really have to tell you …”. I wanted to duck behind the display of canned beans and disappear, when she continued: “… I think that’s soooo great! I would like to get involved but I am not able to teach somebody German.”

It is import that we speak about our positive experiences with refugees in order to steal the thunder of all the negative reporting. This doesn’t mean to ignore bad experiences, they need to be talked about, too. But we shouldn’t behave like the media and only report on bad things, because good things may appear boring.

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