There is much to do. Why don’t you get started while I wait. – Es gibt viel zu tun. Fangt schon mal an.

Manchmal passiert nichts Aufregendes oder Bemerkenswertes bei meinen Begegnungen mit Flüchtlingen. Wenn ich ehrlich bin, ist das sogar meistens der Fall: wir treffen uns zum Unterricht und zum Kaffeetrinken und alle verläuft ganz normal. Nicht falsch verstehen: es ist nicht langweilig – Kontakt mit Menschen ist nie langweilig. Aber es verläuft alles in geregelten, unaufgeregten Bahnen. Und so schreibe ich gelegentlich über Dinge, die schon eine Weile zurückliegen.

Vor einigen Wochen gab es wieder mal einen Informationsabend für Menschen, die gerne helfen würden und bei Aktionen mit Flüchtlingen mitmachen möchten. Verständlicherweise sind ehrenamtliche Helfer immer gefragt und die größte Herausforderung scheint zu sein, das alles zu organisieren und für jeden, der helfen will, einen Platz zu finden, wo er sich einbringen kann und sich wohlfühlt. Aber das Thema behalte ich mir für einen anderen Tag vor.

Was mich an diesem Infoabend am meisten beeindruckt hat, waren die bewährten Ehrenamtlichen, die da waren, um über ihre Erfahrungen zu sprechen. Es gibt eine Willkommensgruppe, die Neuankömmlingen zeigt, wie sie sich in unserer Stadt zurechtfinden können, wo die Ämter sind, wo sie medizinische Hilfe finden können, wo man günstig einkaufen kann, und viele andere alltägliche Notwendigkeiten, nicht zuletzt auch, wie man öffentliche Verkehrsmittel nutzt. Es gibt Kinderbetreuungstermine, die für die Kinder eine wichtige Abwechslung bieten, aber es auch deren Eltern ermöglichen, in dieser Zeit an Sprachkursen teilzunehmen. Dann gibt es kleinere Sprachgruppen, in denen die Lernenden Unterstützung mit Hausaufgaben bekommen und das üben, was sie im Kurs gelernt haben. Es gibt Fahrradclubs, wo Räder gewartet und repariert werden. Die Kaffeetreffen müssen ebenfalls organisiert werden. Langsam etablieren sich verschiedene Tanz-, Sport-, Handarbeits- und Musikgruppen und es werden Kontakte zwischen Vereinen und Flüchtlingen ermöglicht. Und es gibt individuellen Patenschaften, bei denen sich ein Ehrenamtlicher um eine Familie oder einen einzelnen Flüchtling kümmert und bei alltäglichen Problemen hilft.

Es war sehr beeindruckend den Ehrenamtlichen zuzuhören, wie sie von ihren Erfahrungen sprachen und über ihre Befriedigung und der Freude berichteten, die sie erleben können. Ärger und Frustrationen scheinen fast ausschließlich von (mangelnder) Organisation und von der Bürokratie zu kommen, von zu vielen Regeln und Bestimmungen, die nie für diese außergewöhnliche Situation heute gedacht waren, aber so gut wie nie von den Flüchtlingen selbst.

079 Zahnräder

Sometimes nothing exciting or remarkable happens in my contact with refugees. To be honest that is mostly the case: we meet for lessons and for coffee, and everything is just plain normal. Don’t get me wrong: it’s by no means boring – encounters with people are never boring. But things run their unhurried, well regulated course. So occasionally, I write about things which happened a while ago.

A few weeks back there was another information night for people who want to help and get involved in activities with refugees. Of course, volunteers are always in demand and yet the biggest challenge seems to organise them and finding a place for everybody where they can help and feel comfortable doing so. But this is a topic for some other day.

What struck me as remarkable at this particular meeting were the seasoned volunteers who had come to talk about their experiences. The activities range from welcome groups who show newly arrived refugees how to find their way around our town, where the official agencies are, where they can find medical help, where shopping is more affordable, and many other everyday necessities, not least how to use public transport. Then there are children’s playgroups which offer important stimulation to them and at the same time enable their parents to take part in German lessons. Then there are the language groups in addition to the official courses where learners are getting support with homework and practice what they learned in class. There are bicycle clubs where bikes are maintained and repaired. The coffee meetings need to be organised, too. More and more various dance, sports, crafts and music groups are springing up and contacts between refugees and local clubs are enabled. And there is the individual assistance for families and single refugees helping them with day-to-day challenges.

It was very impressive to listen to the various volunteers talking about their experiences and the fulfilment and satisfaction that they are drawing from their encounters with the refugees. The frustrations and hassles which exist seem to be coming mainly from bureaucracy and (lack of) organisation, from too many rules and regulations which were never meant for this extraordinary situation at present but hardly ever from the refugees themselves.

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