It pays to be polite – Es zahlt sich aus, höflich zu sein

Ich stelle mich neuen Kursteilnehmern immer mit Vornamen vor. Früher, bei meinen Englischschülern, habe ich nachgefragt, ob jemand etwas dagegen hätte, dass wir uns alle duzen. Bei meinen jetzigen Schülern ist das schon schwieriger, aber selbst wenn sie noch im Stadium „Ich – Eklastic Blogger, du – Ashraf Ghani!“ sind, kann man ihr Einverständnis einholen (Ablehnung ist mir in diesem Zusammenhang bis jetzt noch nicht begegnet.)

Nun zahle ich für diese frühe Familiarität. Wären wir doch beim Sie geblieben!

Der Grund für meinen Stoßseufzer liegt einzig und allein in der deutschen Grammatik begründet. Unser neues Thema diese Woche ist „Essen und Trinken“. Alle Teilnehmer kennen beide Wörter in ihrer Grundform. Nun gilt es die Verben zu konjugieren. Von „trinken“ zu
„Was trinken Sie?“ und die Antwort darauf „ich trinke Bier“
ist es ein kleiner Schritt, aber
„Was trinkst du?“
ist nicht nur ein Zungenbrecher, sondern verlangt mir auch einiges beim Erklären ab – weiß ich doch nicht mal, ob in den verschiedenen Ausgangssprachen der Teilnehmer Verben überhaupt konjugiert werden, geschweige denn wie.
Eine erkennbare Systematik bleibt bei
„Was isst du?“ und „ich esse eine Banane“
für sie noch eher auf der Strecke.

Bei meinem nächsten Kurs werde ich konsequenterweise beim Sie bleiben, auch wenn es darauf hinauslaufen wird, dass mich die Schüler mit „Frau Eklastic“ anreden werden.

104 beer
I always introduce myself to new course participants with my first name. When I was teaching English before, I used to check whether somebody objected to being addressed informally. That’s a bit more complicated with my present students but it is possible to get their consent even if we are still communicating on the lines of “Me – Eklastic Blogger, you – Ashraf Ghani!” (I have yet to meet with a refusal in this regard.)

I am paying for this early familiarity now. I wish I had stuck with a more formal approach!

The reason for my heartfelt groan can be found solely in the depth of German grammar. Our new topic this week is eating and drinking. All participants know these two words already in their basic form: essen and trinken. But now it is necessary to conjugate them. It is a small step to go from “trinken” to
“Was trinken Sie?” and the answer: “Ich trinke Bier.”
However,
„Was trinkst du?“
is not only a mouthful but demands a lot in terms of explanation from me – I don’t know if verbs are at all conjugated in the various languages of the participants, let alone how.
A recognisable system is even less discernible in
“Was isst du?” and “Ich esse eine Banane.”

Consequently, I will stick with the polite form “Sie“ with my next course, and if this means that the students will call me “Ms Eklastic” so be it.

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