Ich muss mal – I have to go

Another one of those memory snippets from my visit to the LEA in Karlsruhe.

After “my” Afghans had disappeared in building A I approached the guard who had been so kind and helpful.  I wanted to know where the toilets were.  He pushed the barrier aside and said: “Come on in. – Actually, we are not meant to do this but … I let you use the employees’ facilities. “  He led me along the passage, unlocked the door for me and showed me how to get back in the courtyard.  That’s how I found my “place in the sun” where I spent the next few hours.

As I discovered soon enough this happened to be the smokers’ corner of the “deciders” as the staff who deals with the asylum applications are called.  At first I noticed how young many of them were.  It could of course be that all the older ones are non-smokers and therefore my observation might not have been representative.  A second impression was that many of the non-uniformed employees didn’t look particularly well groomed.  I was a bit perturbed by this – these are the people who decide about the fates of many human beings on a daily basis?

I needed the toilet again some time later and simply asked one of the smokers. She was bemused to be approached like this.  “Well, but do you work here?” she asked me.  “No, I don’t, I’m accompanying a family of refugees and now I’m waiting for them.”  “Oh, well then – come along.  The other toilets are … no, come in here.” And again I was allowed to use the employees’ facilities.

This made me curious enough to look for the “other” toilets, i.e. those who are used by the asylum seekers.  There were temporary toilets standing next to a small park area, which resembled more a sandpit with tree sculptures than a garden.  These water closets were just like temporary facilities usually are, better and cleaner than most I had to use at public events.  I couldn’t work out why I wasn’t to be exposed to them.

133 wc

Noch so ein Erinnerungsschnipsel von meinem Besuch der LEA in Karlsruhe.

Nachdem „meine“ Afghanen alle im Gebäude A verschwunden waren, wandte ich mich nochmal an den Wachmann, der ihnen so nett geholfen hatte.  Ich wollte wissen, wo die Toiletten seien.  Er schob die Absperrung zur Seite und sagte: „Kommen Sie herein. – Eigentlich sollten wir ja nicht, aber … ich lasse Sie auf unsere Belegschaftstoilette.“  Er führte mich den Gang entlang, schloss mir die Tür auf und zeigte mir, wie ich wieder auf den Hof gelangen würde.  Auf diese Weise habe ich dann auch meinen „Platz an der Sonne“ entdeckt, wo ich die nächsten Stunden verbrachte.

Dies war, wie sich bald herausstellte, die Raucherecke der „Entscheider und Entscheiderinnen“, wie die Angestellten genannt werden, die die Asylanträge bearbeiten.  Zu allererst fiel mir auf, wie jung viele von ihnen sind.  Es kann natürlich sein, dass die älteren alle Nichtraucher sind und ich daher keinen repräsentativen Überblick erhielt. Ein zweiter Eindruck war, dass viele der nicht-uniformierten Beschäftigten nicht gerade wie aus dem Ei gepellt daherkamen.  Gestört hat mich das schon etwas – das sind die Leute, die täglich über das Schicksal von vielen Menschen entscheiden müssen?

Später brauchte ich noch einmal eine Toilette und ging einfach auf eine der Raucherinnen zu.  Sie war erstaunt, offensichtlich nicht gewohnt, so angesprochen zu werden.  „Ja, arbeiten Sie denn hier?“ fragte sie mich.  „Nein, tue ich nicht, ich begleite eine Familie von Flüchtlingen und warte nun auf sie.“  „Ah so, ja, dann kommen Sie mal. Die anderen Toiletten sind … nein, kommen Sie hier herein.“  Und wieder durfte ich die Belegschaftstoiletten benutzen.

Das hat mich dann so neugierig gemacht, dass ich dann nach den „anderen“ Toiletten gesucht habe, also diejenigen, die von den Antragstellern benutzt werden müssen.  Neben einer kleinen, parkähnlichen Fläche, die allerdings eher an einen Sandkasten mit Baumskulpturen als an einen Garten erinnerte, standen Behelfstoiletten.  Die waren, wie solche Behelfstoiletten eben sind, aber eher besser und sauberer als die meisten, die ich schon bei öffentlichen Veranstaltungen benutzen musste.  Warum man die mir nicht zumuten konnte, wurde mir nicht klar.

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