Elements of surprise -Überraschungsmomente

Stunden mit Minimalbesetzung  (wie meist am Mittwoch) können so oder so laufen.  Im besten Fall geben sie mir die Möglichkeit, mit wenigen Lernern intensiv zu arbeiten, im schlimmsten Fall entdecke ich große Lücken.

Ein Lehrer ist sich oft gar nicht bewusst, wie sehr die Fortgeschritteneren den anderen durch subtile Zeichen, durch Nicken, Mundbewegungen, Anlaute usw. Hilfestellungen geben, ohne dass sie direkt vorsagen (was sie natürlich auch machen, besonders die Ehemännern ihren -frauen).  Je kleiner die Gruppe, desto leichter ist es, diese Hilfestellungen zu bemerken und zu unterbinden und den etwas schwächeren Schülern die Chance zu geben, aus Fehlern zu lernen.

Überraschungen sind immer möglich.  Manchmal  gute, zum Beispiel wenn meine Schüler mich mit neuen Wörtern und Ausdrücken verblüffen (selbst wenn es Schimpfwörter sein sollten).  Oder wenn ich sehe, wie viel Spaß  sie mit einer einfachen Variante der „Reise nach Jerusalem“ haben können.  Manchmal sind es aber auch schlechte Überraschungen – wie ich letzthin schon vermutet habe, ist Zamirah nicht die einzige, die Schwierigkeiten beim Rechnen hat.  Lediglich Tarek, der in Afghanistan als Taxifahrer gearbeitet hatte, kann souverän mit Zahlen umgehen.  Ich hänge jetzt jeden Tag fünf Minuten Kopfrechnen an die Stunde an.  Manchmal freue ich mich, wenn ich merke, dass etwas verstanden wurde und angewendet werden kann.  Und manchmal bin ich fast am Verzweifeln, wenn ich zum gefühlt hundertsten Mal den gleichen Fehler korrigieren muss.

Aber insgesamt überwiegen die positiven Dinge, die ich im Klassenzimmer erlebe – wie könnte ich sonst jeden Tag mit so viel Vorfreude hingehen und mit so viel frischgetankter Energie wieder herauskommen?

149 bud

Lessons with a skeleton class (like most Wednesdays) can go both ways.  At best, they give me the chance to work intensively with only a few learners.  At worst, I discover large gaps.

Often a teacher isn’t aware of how much the more advanced amongst the students will help the others through subtle signs, nodding, mouthing, initial sounds and so on without outright prompting (which they do as well, of course, especially the husbands egging on their wives).

Surprises are always possible.  Sometimes good ones, for example when my students baffle me with new words or expressions (even if they happen to be swear words). Or when I see how much fun they can have with a simple variation of “musical chairs”.  But sometimes the surprises can be bad – as suspected Zamirah is not the only one who has difficulties calculating.  Only Tarek, who has worked as taxi driver in Afghanistan, is confident with numbers.  As a result I will add five minutes of mental math each day.  Sometimes I enjoy the fact that some small thing has been understood and is being correctly used. Then again, I come close to despair when correcting the same mistake for the umpteenth time.

On the whole, though, there are more positive experiences in the classroom – how else could I go there with joyful anticipation and return with newfound energy daily?

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