Ist das vertretbär? – Just bearable

Please excuse the pun in the heading. Maybe you heard or read the story last week: Japanese parents abandoned their 7-year-old son in a forest reputedly riddled with bears.  Their intention was to teach him a lesson for misbehaving. Yesterday I was tempted to follow their example.

Every Thursday, after dropping off my students at their housing I take a car load of children back in the other direction.  They are going to an indoor pool for a swimming session, a highly popular activity.  It’s always a scramble for the cars because everybody fears to stay behind.  Most of the time I take four kids on the backbench (but I refuse to fill up the trunk!).  Usually I enjoy this shuttle service.  I’m blown away listening to these children and how they interact, mostly in German which is their primary common language.  They are learning so fast and in comparison to their elders intuitively and with passion.   Rokhshan and Ramin brought a snail with them the other day, sitting on a large leaf.  “Ahh,” I said slowly in German.  “A snail on a big, green leaf.” “Yes,” answered Ramin, “because without the leaf – it is YUCKY!”  “Absolutely YUCKY!” Rokhshan echoed him.

But yesterday the mood was different.  A little girl was left behind crying her heart out (because her mother forbade her going because of a doctor’s appointment).  The other children then thought they might be left behind and started to fight for places in the cars.  Seats in general and who was allowed to sit in the passenger seat in front – usually there is little discussion: the biggest child is allowed there.  Then they started bickering about the seatbelts (which are a must, of course).  Then two of them started to hit each other and before I could stop the car a proper fight was in progress.  German swearwords were flying around amidst what I gathered were expletives in Farsi, Arabic, and Macedonian. I sorted it by screaming a bit myself and giving them angry looks but I admit I was close to kicking them out and leaving them on the side of the road.

BTW: The two who started the fight were brothers!

154 bear

Bitte entschuldigt den Kalauer in der Überschrift. Vielleicht habt ihr letzte Woche die Geschichte von den japanischen Eltern, die ihren Sohn in einem Wald, in dem es Bären geben soll, ausgesetzt haben, gehört oder gelesen. Ihre Absicht war ihm wegen schlechten Benehmens eine Lektion zu erteilen.  Gestern war ich versucht, ihrem Beispiel zu folgen.

Jeden Donnerstag nehme ich eine Ladung Kinder  wieder in die entgegengesetzte Richtung mit nachdem ich meine Schüler an ihrer Behausung abgesetzt habe. Es geht ins öffentliche Hallenbad zum Schwimmen.  Es ist jedes Mal ein Gedrängel, weil jeder Angst hat, zurückbleiben zu müssen.  Deshalb habe ich manchmal vier Kinder auf der Rückbank (allerdings weigere ich mich den Kofferraum voll zu machen!).  Normalerweise mache ich diesen Zubringerdienst gern.  Ich bin hin und weg, wenn ich diesen Kindern zuhöre, wie sie sich untereinander verständigen, was meist auf Deutsch geschieht, ihre einzige gemeinsame Sprache.  Sie lernen so schnell und im Vergleich mit den Älteren intuitiv und mit Leidenschaft.  Rokhshan und Ramin haben neulich eine Schnecke auf einem großen Blatt mitgebracht.  „Ahh“, hab ich langsam gesagt, „eine Schnecke auf einem großen, grünen Blatt.“ „Ja“, hat Ramin geantwortet, „weil ohne Blatt – ist das EKLIG!“ „Total EKLIG!“ hat Rokhshan wiederholt.

Aber gestern war die Stimmung anders.  Ein kleines Mädchen saß heulend da, weil sie nicht mitdurfte (weil ihre Mutter es wegen einem Arzttermin verboten hatte).  Die anderen Kinder dachten daraufhin, sie könnten zurückgelassen werden und begannen, sich um die Plätze zu streiten.  Erstens überhaupt und dann noch um den Platz auf dem  Beifahrersitz – normalerweise gibt es da keine große Diskussion: dort sitzt immer das größte Kind.  Dann fingen sie an, sich um das Anschnallen zu zanken (ohne das es natürlich nicht geht).  Dann fingen zwei an sich zu schlagen und noch bevor ich das Auto anhalten konnte, war eine richtige Rauferei in Gange.  Deutsche Schimpfworte flogen durch die Luft, zusammen mit persischen, arabischen und mazedonischen.   Ich konnte das durch eigenes Rumschreien und böse Blicke aussortieren und schließlich alle beruhigen, aber ich war kurz davor, alle rauszuschmeißen und am Straßenrand stehen zu lassen.

Übrigens: Die beiden, die angefangen haben, sind Brüder!

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