Wenn einer einen Ausflug tut, dann kann er nichts erzählen – Whoever goes atravelling can tell us nought

Social workers and volunteers have not gotten off to a good start when it came to the refugees moving to our home town.  So far I have no bad experiences to relate – mainly, because I have hardly ever met them.  They are just not present at any of the activities organised by volunteers, whether these are fun events like parties or music groups and productions, or more fundamental things like organising language classes, arranging child supervision, and help with self-organisation of the accommodation facilities. Volunteers were expecting to help and ended up doing a lot more.

I know that the social workers have plenty of administrative duties – like paying out monthly welfare support, handing out permission slips for medical treatments and the like – tasks they probably didn’t envision as their major occupation when they studied social sciences. But it’s the volunteers who independently make appointments if refugees need to see doctors or specialists, who arrange lifts and accompany them if need be, who help when there are difficulties with the children’s teachers, and show them around town.

So I was quite surprised when my sister received an invitation “as the mentor” of one of the families at the hotel to join in an outing. My sister wasn’t aware that she was on record as a “mentor”, certainly not for this particular family, but she agreed to go and asked me to come, too, since some of my students were taking part.

I was planning to write a detailed report about the day – but I don’t seem to be able to do it.  I am torn between my understanding for the young and inexperienced social workers and my astonishment about their apparent lack of communication skills.  For example, I still don’t know all of their names as there was neither an introduction nor a proper attempt to get the various groups involved to interact.  Only one of the social workers made an effort – at the very end – to talk to Sema, Zamirah, and Nesrin (where incidentally, they made me proud with their German conversation skills).

178 Ausflug

Sozialarbeiter und Ehrenamtliche haben von Anfang an, als die Flüchtlinge in unserer Heimatstadt ankamen, nicht so richtig harmoniert.  Bis jetzt kann ich nicht von eigenen schlechten Erfahrungen berichten, hauptsächlich, weil ich so gut wie nie eine oder einen von ihnen getroffen habe.  Sie sind einfach nie da, wenn es Aktivitäten in den Unterkünften gibt, sei es bei Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel Parties oder bei der Organisation der Sprachklassen, beim Aufbau der Kinderbetreuung oder um den Flüchtlingen Hilfe zur Selbsthilfe, was das Leben in den Unterkünften betrifft, zu geben.  Ehrenamtliche Helfer tun das, was wir zu Beginn für die Aufgaben der Sozialarbeiter hielten.  Ehrenamtliche erwarteten, dass sie helfen würden, und am Ende agierten sie allein.

Ich weiß, dass die Sozialarbeiter viele Verwaltungsaufgaben zu erfüllen haben – das Ausbezahlen der monatlichen Unterstützung, das Aushändigen von Krankenscheinen, das Genehmigen von medizinischen Maßnahmen und solche Dinge – lauter Sachen, die sie sich wahrscheinlich nicht vorgestellt haben, als sie Sozialwissenschaften studierten.  Aber es sind die ehrenamtlichen Helfer, die unabhängig Arzttermine machen, die Fahrten zu Arztpraxen und Krankenhäusern organisieren und die Flüchtlinge auch dorthin begleiten, wenn das notwendig ist, die bei Schulproblemen der Kinder helfen, die den Flüchtlingen zeigen, wo in der Stadt welches Amt  oder das Sozialkaufhaus oder die Diakonie zu finden ist.

So war ich etwas erstaunt, als meine Schwester eine Einladung bekam, als „Familienpatin“ an einem Ausflug von Familien des Hotels mitzumachen. Sie wusste nicht mal, dass sie als „Patin“ auf einer Liste stand, schon gar nicht für diese spezielle Familie, aber sie sagte zu und nahm mich ebenfalls mit, da einige meiner Schüler dabei waren.

Eigentlich wollte ich einen ausführlichen Bericht über den Tag schreiben – aber ich bringe es nicht fertig.  Ich bin schwanke zwischen meinem Verständnis für die jungen, unerfahrenen Sozialarbeiter und meinem Erstaunen darüber, wie gering ihre Fähigkeiten zu sein scheinen, sich mit anderen Menschen – Flüchtlingen und Ehrenamtlichen – auszutauschen.  Ich weiß zum Beispiel bis heute nicht, wie die sie alle heißen, niemand hat sich vorgestellt oder uns mit den anderen Teilnehmern der Gruppe bekannt gemacht.  Nur eine der Sozialarbeiterinnen bemühte sich ganz am Ende, mit Sema, Zamirah und Nesrin ins Gespräch zu kommen (auf deren deutsche Konversation ich übrigens richtig stolz war).

 

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