The hardest part is getting started – Aller Anfang ist schwer

Mein erster Schultag war eine mittlere Katastrophe.  Ich war  vorher nie in dem Gebäude und mein Treffen mit jemand, der mir alles zeigen sollte, wurde kurzfristig abgesagt.  Ich hatte keine Ahnung, dass das Schulhaus zwischen der Musikschule und der VHS-Schule aufgeteilt ist.   Natürlich landete ich auf dem falschen Parkplatz und durfte meine Kisten und Kartons einmal rund ums Haus schleppen.  Ich entdeckte das Klassenzimmer im Souterrain, wo die gesamten Klasse auf mich wartete, obwohl ich zu früh da war.  Die Person, die mir das Klassenzimmer aufschließen sollte, konnte ich nirgends entdecken. Die Sekretärin  der  Musikschule erklärte sich als absolut nicht zuständig – und nicht interessiert.

Ich beschloss, das Klassenzimmer Klassenzimmer sein zu lassen und führte ich die Kursteilnehmer auf den Parkplatz, wo ich mich vorstellte und anfing, die Anwesenheitsliste auszufüllen.  Zumindest war es trocken.  Ich fühlte mich unsagbar inkompetent und hoffte, dass die Schüler es mir nicht übelnehmen würden.

Zum Glück kam dann der Chef der VHS-Sprachabteilung und schloss mir das Klassenzimmer auf.  Er versprach mir sogar für den nächsten Morgen meinen eigenen Schlüssel.

Die  Schule ist komplett neu renoviert, wir sind praktisch Erstbezug, was schön ist, aber es bedeutet auch, dass alles nach frischer Farbe riecht und ich kann nur hoffen, dass das Wetter noch eine Weile mild genug bleibt, um den Unterricht bei geöffneten Fenstern abhalten zu können.  Die Wände sind noch alle kahl, es gibt keine Vorhänge und wenig Einrichtung; das Resultat ist eine ziemlich bescheidene Akustik.  Aus diesem Grund muss ich private Unterhaltungen mehr als ich möchte unterbinden und Ruhe einfordern, weil ich sonst nur schwer verstehe, was gesagt wird.

Ich habe eine Tafel (die ich weitgehend ignoriere, weil ich Kreidestaub an den Händen hasse) und eine neue, wenn auch ziemlich wackelige Flipchart, die ich aber vorziehe.  Ich habe einen abschließbaren Schrank, worin ich alle meine Spiele, Bücher, Stifte, Scheren, Kleber, Marker, Papiere, Ordner, Karteikarten lagern. Erstaunlich, was sich im letzten Jahr so an Material angesammelt hat  – manchmal fühle ich mich wie ein Schreibwarenladen.  Ich könnte selbst einen der schuleigenen CD-Spieler dort unterbringen, wenn ich nicht auf einen solchen verzichten und lieber meinen kleinen, wie ein Fässchen aussehenden Lautsprecher, der über Bluetooth mit meinem Telefon verbunden ist, benutzen würde.

Etwas verwundert mich aber in der Schule (und ich glaube, die meisten Kursteilnehmer ebenso), und zwar die Toiletten.  Eine Tatsache, die wahrscheinlich vor allen Dingen Amerikaner zu schätzen wissen.  Es gibt zwei Toiletten, eine im Erdgeschoss und eine im ersten Stock.  Beide sind aber nicht nach Geschlechtern getrennt, sondern Gemeinschaftstoiletten.  In beiden Toilettenräumen sind zwei getrennte Kabinen, eine mit einer Kloschüssel, die andere mit einer Kloschüssel und einem Urinal.  In den Kabinen sind Waschbecken, aber auch im Vorraum sind welche.  So modern und vielleicht politisch korrekt diese Einrichtung sein mag, irgendjemand muss doch aufgefallen sein, dass das für viele Kursteilnehmer und –leiter  unangenehm ist.  Deshalb wurden die Kursleiter angewiesen, alle darauf hinzuweisen, dass die Toilette im Erdgeschoss für Frauen, die im ersten Stock für Männer ist, obwohl beide ein Türschild mit einem Männlein und einem Weiblein tragen.  Entweder haben nicht alle Lehrer dies weitergegeben (mir gegenüber wurde es auch nur im Vorübergehen erwähnt) oder die Schüler haben es nicht richtig verstanden, jedenfalls benutzen nun eigentlich alle die untere Toilette und die Verwirrung und Irritation ist vorprogrammiert.

197-confusion

My first day with the new class was kind of chaotic.  I had never been to the school building and although I had asked for a meeting there before the class started it didn’t happen.  I had no idea that the school building is split between a music school and the adult education section.   Of course, I parked on the wrong parking lot and had to shlep all my boxes and cartons once around the fence.  I found the classroom in the basement with all the participants waiting in front of the locked door – although I was early.  The person who was supposed to open the door was nowhere to be found. The whole track seemed deserted.  The secretary in the music school has no idea and no desire to help.

I decided to let the classroom be, and I took my students into the parking lot where we started with introductions and roll call.  At least, it wasn’t raining.  I felt incredibly incompetent and hoped that the students wouldn’t hold it against me.

Luckily, the head of the language department came by to deliver some equipment and he unlocked my classroom – and finally, promised me my own key, to be collected the next morning.

The school is completely new and renovated which is nice: we are practically first time users – but it also means it reeks of new paint and I just hope that the weather will stay mild for another few weeks so that I can teach with the windows open.  The acoustics in the classrooms is terrible as there are no curtains or  furnishings yet and I have to restrain the private conversations amongst the learners more than I want to because otherwise I won’t understand what they are saying.

I have a blackboard (which I try to ignore because I hate chalk dust on my hands) and a new if rickety flip chart which I much prefer.  I have a lockable cupboard where I can store all my papers, games, books, pencils, markers, folders, file cards.  Amazing what has accumulated over the last year – I sometimes feel like a stationary department.  I could even store one of the school’s CD players there – except that I use a little barrel-shaped loudspeaker connected via Bluetooth to my phone.

The one thing that puzzles me (and I guess most students) in the school are the toilets.  A fact that especially Americans will be able to appreciate.  There is a rest room each on the ground and first floors.  Both are co-ed rest rooms, for men and women together. Inside are two cubicles, one fitted with a sit-down lavatory, the other one is a bit bigger and has a lavatory as well as a urinal. Wash basins are in the cubicles as well as shared ones in front of them.  As modern and politically correct these facilities may be, somebody must have noticed that poses a problem to many students and teachers.  Although the rest rooms carry a door plate denoting a man and a woman  the teachers have been instructed to tell everybody that the ground floor is meant for women (just disregard the urinal) and the first floor for men.  Either not all teachers have told their class (it was only mentioned in passing to me) or they have not been understood and so confusion reigns – with almost everybody using the downstairs loo and everybody feeling kind of weird.

 

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s