Back with a whimper – Zaghafte Rückkehr

Ich habe mich als Lehrer bewährt. Wir hatten drei Wochen Ferien und ich habe es geschafft die meiste Zeit davon krank zu sein.  Jetzt bin ich wieder auf den Beinen und der Unterricht geht weiter.  Diese Art des perfekten Timings sucht jeder Schulleiter bei seinen Lehrern!

Obwohl es mir wieder gut geht, jedenfalls gut genug, um zu unterrichten, ist das bei einigen der Kursteilnehmer nicht der Fall.  Khalil, der selbst an Tagen, an denen er fit ist, Probleme hat, dem Unterricht zu folgen, ist im Unterricht buchstäblich eingeschlafen und fast vom Stuhl gekippt.  Am nächsten Tag sah er so mitgenommen aus, dass ich ihn gleich nach Hause schickte, da er offensichtlich fiebrig war.

Sayid hat die meiste unterrichtsfreie Zeit bei seiner kleinen Tochter im Krankenhaus verbraucht, wenn ich ihn richtig verstanden habe, ging es um einen Infekt der Atemwege.  Jetzt ist sie wieder zu Hause und dafür liegt er flach.

Taschentücher sind überall und es hustet und schnieft rund um den Tisch.  Jeden Tag schickt ein anderer eine Nachricht über WhatsApp , um sich zu entschuldigen.  Ich bin dabei, eine Zwangsstörung zu entwickeln, ich wasche mir dauernd die Hände, aber ich will kein Risiko eingehen und nochmal krank werden.

Da Nizar zu seinem zweiten Interview in Zusammenhang mit seinem Asylantrag musste, war das Klassenzimmer noch leerer.  Natürlich passt es mir nicht, wenn die Teilnehmer fehlen, denn die meisten sind nicht in der Lage, selbständig verpassten Stoff nachzuholen, und deshalb muss ich dann in der Lektion zurückgehen und viel wiederholen.  Ganz allgemein fehlen die Teilnehmer in meiner Klasse nicht oft.  Ich hoffe, das hat mehr mit meinen Fähigkeiten als Lehrer und weniger mit der Tatsache, dass sie ihr Fahrgeld nur ersetzt bekommen, wenn sie oft genug da sind, zu tun.

Auf der anderen Seite ist es auch mal nett, mit weniger Leuten im Zimmer zu arbeiten.  Ich nutze die Gelegenheit, um individuell auf die Schüler einzugehen, mehr auf  ihre persönlichen Schwächen und Stärken zu achten.  In einer größeren Klasse hat man dafür oft nicht die Gelegenheit, also mache ich aus der Not eine Tugend.

Blöd nur, dass die beiden Schüler, die am meisten Hilfe und Unterstützung brauchen, zu den Abwesenden gehören.

213-rotznas

I’ve shown my mettle as a teacher.  We had a break of three weeks and I managed to be ill for most of this time.  Now I am back on my feet and we are back in the classroom. It’s the kind of timing that every head of school is looking for in his or her teachers!

Although I am well or at least well enough to teach, quite a few of the students are not.  Khalil who has problems following the class even on good days literally fell asleep and almost off his chair.  The next day he looked so miserable that I sent him home as he was obviously running a fever.

Sayid has spent most of his break watching over his little daughter in hospital, from what I gather it was a respiratory problem.  Now that she is back home, he seems to have caught a bug and is out of action.

Tissues are out and sniffles and coughs are heard around the table.  Every day somebody else sends a whatsapp text with an apology.  I am close to getting a compulsive hand washing disorder but I don’t want to take any chances and fall sick again.

To lower attendance even more, Nizar was away for his interview in connection with his application for asylum.  Of course, I don’t like it when my students miss class because most are not really able to catch up by themselves so it means backtracking and repeating when they show up again. Generally my class has a very good attendance record which I hope has more to do with my teaching and less with the fact that they only get a refund of their transport costs if they attend enough classes.

But it is also nice to work with fewer people. I take the opportunity to work individually with students, paying more attention to their personal weaknesses and strengths. In a bigger class there is often little opportunity to do this so I might as well make the best of things.

It’s just stupid that the two students who need the most help and encouragement are among the absentees.

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