Die Karten werden neu gemischt – Reshuffling the pack

With the start of the new alpha course (Alpha 4) I lost a couple of participants.  Ahmed has decided that he has learned enough to start a proper integration course.  I have also advised Nizan and Amena to do the same but they have decided to stick with me for the moment since the next possible place in a course will only be available in summer anyway.

The one student I am really going to miss is Rifat – he has finally given up on finding accommodation for his family and himself close to our town.  He is moving to the countryside in a different district.  He was my best student and always ready to help the others and explain things to them.  He asked to stay part of the whatsapp group, and when I asked him last week how he was getting on in the new town he wrote back: “It is very nice.  I love it.”  I am really glad for him but I do miss him.

In order to make up numbers I have also three new students.  I don’t have to worry about Izanda, a Kurdish woman from Iraq.  Often it is enough to hint at a concept and she is able to apply it; she will catch up with the others pretty soon.

Then there is Yassar, a young Syrian man.  He tries to cover up his insecurity with rapidly delivered tirades in Arabic without even acknowledging me.  The rest of the time he looks at me in almost complete bewilderment as if to ask me what the heck I want from him.  I hope that he either settles down fast or alternatively, I learn to get less irritated by him.

And last not least, there is Keska, a Turkish woman with Kurdish background who has been living in Germany for 22 years and is now attending her first German language course ever.  “Always at home, always children,” she replies to my question. At least she has a relatively large vocabulary but can neither write nor string two  words in a grammatically correct order together.  Like many women in her situation she could always rely on her children as interpreters. I am glad that with Izanda I now have four Kurdish speaking student who can communicate with Keska who doesn’t speak Arabic, of course.

The class has become much more taxing.  The levels are even more diverse than before, and I have to organise material independently of a set textbook.

230 unterschiede

Mit dem Beginn des neuen Alphakurses (Alpha 4) habe ich einige Kursteilnehmer verloren.  Ahmed hat beschlossen, dass er genug gelernt hat, um mit einem richtigen Integrationskurs zu beginnen. Nizan und Amena habe ich das auch geraten, sie wollen aber  erstmal bei mir weitermachen,  weil sowieso erst im Sommer ein Kursplatz frei wird.

Rifat ist der Schüler, den ich wirklich vermissen werde – er hat es nun endgültig aufgegeben, in der Nähe von unserer Stadt eine Wohnung für seine Familie und sich zu finden.  Er ist auf’s Land gezogen, in einen anderen Kreis. Er war mein bester Schüler und war immer bereit, den anderen zu helfen und ihnen Dinge zu erklären. Er hat darum gebeten, weiterhin Mitglied unserer Whatsapp-Gruppe zu bleiben, und als ich ihn letzte Woche fragte, wie er sich in der neuen Umgebung einleben würde, schrieb er zurück: „Hier ist sehr schön. Ich liebe es.“  Das freut mich für ihn, aber er fehlt in der Klasse.

Im Gegenzug sind auch drei neue Schüler dazugekommen. Um  Izanda, eine Kurdin aus dem Irak, brauche ich mir keine Sorgen zu machen.  Man braucht Dinge oft nur anzudeuten und sie kann sie anwenden; sie wird schnell zu den anderen aufholen.

Dann gibt es Yassar, ein junger Syrer. Er überspielt seine Unsicherheit mit temperamentvoll vorgetragenen Tiraden auf Arabisch, bei denen er mich nicht mal ansieht.  Den Rest der Zeit schaut er mich beinahe fassungslos an, als wollte er mich fragen, was zum Teufel ich eigentlich von ihm will. Ich hoffe, dass er sich entweder bald etwas beruhigt oder ich lerne, mich nicht mehr von ihm so irritieren zu lassen.

Und zum Schluss gibt es noch Keska, eine Türkin kurdischer Abstammung, die seit 22 Jahren in Deutschland lebt und jetzt ihren ersten deutschen Sprachkurs macht. „Immer zuhause, immer Kinder“, antwortet sie auf meine Frage.  Sie hat wenigstens ein relativ großes Vokabular, aber sie kann weder Deutsch schreiben noch zwei Wörter grammatisch richtig aneinander reihen.  Wie viele Frauen in ihrer Situation konnte sie sich immer auf ihre Kinder als Dolmetscher verlassen.  Ich bin froh, dass ich mit Izanda nun vier kurdischsprechende Schüler habe, so dass Keska sich mit den anderen verständigen kann, da sie ja kein Arabisch spricht.

Der Kurs ist somit viel anstrengender geworden.  Das Niveau der Teilnehmer ist noch unterschiedlicher als zuvor, und ich muss unabhängig von einem Lehrwerk Material besorgen.

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