Lehren in Zeiten des Corona – Teaching in time of the Corona

Do your remember the TV series “Monk” with Tony Shalhoub in the title role?  The former police man, now police consultant, who suffers from obsessive-compulsive disorder and is mortally afraid of germs?  Doesn’t the Corona virus make us all a little bit Monk? Have you tried opening inward-opening doors with only your elbows?  Have you checked how often you touch your face inadvertently?  I was closely watched today in class.

It was the first day of module 2 in my alpha class.  I was overjoyed to see all the learners bar one back and all of them had used the week’s break to do homework and study.  But it took only about 10 minutes until they started to ask me about Corona and whether the school would close soon.

I had in any event planned to speak to them about it. But how do you do that with people who can yet hardly speak any German?  Marcel Marceau can only get you that far …

They all knew about precautions like coughing and sneezing in your elbow rather than distributing droplets in the air or on your hands.  They knew about washing one’s hands effectively (in fact, Sanaz had already red scrubbed hands to show).  They didn’t know about the 14 days incubation period, though – and that was hard to explain.  They didn’t know that the virus seems to affect children and younger persons less than older people and people with pre-existing conditions – and I found it hard going to talk about that, also because I did not want to leave out the fact that we are not 100% certain at the moment.  After all, the virus is new and not everything about the disease is known yet.

Overall I found them a lot better informed than many idiots (in the original Greek meaning of layman or unskilled person) I’ve seen and heard on the net and on TV.  Even though uninformed people now avoid Asian restaurants, nobody even thought about keeping apart from our Vietnamese learner.

ZurKrone

Wer erinnert sich noch an die Fernsehsendung “Monk” mit Tony Shalhoub in der Titelrolle?  Der frühere Polizist, jetzt Polizeiberater, der unter einer Zwangsstörung leidet und schrecklich Angst vor Ansteckung hat?  Sind wir dank dem Coronavirus nicht alle ein bisschen Monk?  Habt ihr mal versucht eine Tür, die sich nach innen öffnet, nur mit dem Ellbogen zu öffnen?  Habt ihr mal darauf geachtet, wie oft ihr euer Gesicht unabsichtlich berührt?  Meine Klasse hat mich heute ziemlich genau beobachtet.

Es war der erste Tag des zweiten Moduls meiner Alphaklasse. Ich war hocherfreut, dass alle Lerner bis auf einen wieder da waren und dass sie alle die unterrichtsfreie Woche dazu genutzt hatten,  zu Hause zu üben und Hausaufgaben zu machenAllerdings hat es nur 10 Minuten gedauert, bis sie anfingen, über Corona nachzufragen und sie wissen wollten, ob die Schule bald schließen würde. 

Ich hatte mir sowieso vorgenommen, darüber zu sprechen.  Aber wie geht man bei einem solchen Thema mit Menschen, die noch kaum Deutsch reden können, vor?  Marcel Marceau funktioniert nur bis zu einem gewissen Grad …

Sie wussten alle, dass man in den Ellbogen husten und niesen soll, anstatt Tröpfchen in der Gegend oder auf den Händen zu verteilen.  Sie wussten, dass man sich die Hände ausgiebig waschen soll (Sanaz konnte bereits rotgeschrubbte Hände vorweisen).  Sie wussten aber nichts von der 14tägigen Inkubationszeit – und das war schwierig zu erklären.  Sie wussten nichts davon, dass das Virus Kinder und jüngere Menschen weniger anzugreifen scheint, als ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen – und es fiel mir schwer, das zu verdeutlichen, vor allem, weil ich auch nicht auslassen wollte, dass die Fakten noch nicht 100%ig sicher sind.  Immerhin ist das Virus neu und noch ist nicht alles über die Krankheit bekannt.

Insgesamt hatte ich aber den Eindruck, dass sie alle besser informiert waren, als viele der Idioten (ich gebrauche das in der Bedeutung des griechischen Ursprungsworts: Laien oder nicht ausgebildete Menschen) im Internet oder Fernsehen.  Obwohl asiatische Restaurants inzwischen von uninformierten Leuten gemieden werden, kam niemand auf die Idee, bei unserer vietnamesischen Lernerin auf Abstand zu gehen.

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